Projekt “Kulturwege”, Fatschenbrunn

Projekt “Kulturwege”, Fatschenbrunn

Erste Informationsveranstaltung durch die Allianz Lebensregion+ für den Oberauracher Ortsteil Fatschenbrunn am 3. Mai im Mehrzweckgebäude Fatschenbrunn.

Dr. Gerrit Himmelsbach vom Archäologischen Spessartprojekt/Institut an der Universität Würzburg (ASP) war in das Mehrzweckgebäude nach Fatschenbrunn gekommen, um den mehr als 30 Teilnehmern das Projekt „Kulturwege“ vorzustellen und gemeinsam mit den Teilnehmern zu diskutieren, was ein Kulturweg für Fatschenbrunn bewirken kann. Bürgermeister Thomas Sechser leitete die Veranstaltung mit einem Grußwort ein, in dem er auf die Besonderheiten des Oberauracher Ortsteils hinwies. Die erfolgreichen Dorf-Initiativen der vergangenen Jahre bilden eine gute Basis für das Kulturwege-Projekt. Reiner Väth vom Amt für Ländliche Entwicklung brachte eine gute Nachricht zur Finanzierung mit: 85% der Projektkosten von 16.000 Euro können vom ALE gefördert werden. Der Kulturweg besteht aus sechs großen Infotafeln sowie einem Folder mit einer Auflage von 6.000 Exemplaren. Darüber hinaus ist Fatschenbrunn in einem Netzwerk von 97 Europäischen Kulturwegen des ASP vertreten und kann in diesem Rahmen in Zukunft weitere Projekte angehen.

Himmelsbach betonte, dass Kulturwege nicht vordringlich dem Tourismus dienen, sondern der Identifikation mit der eigenen Heimat. „Das müssen die Leute vor Ort aber auch wollen“, denn das ASP leiste nur „Hilfe zur Selbsthilfe“, so Himmelsbach weiter. Fatschenbrunn hat hier bereits gut vorgearbeitet, denn die Universitäten von Erlangen-Nürnberg und Bamberg haben Untersuchungen in den Bereichen Kulturlandschaftsforschung, Archäologie, Geologie und Botanik geleistet. Dies gelte es nun mit weiteren Inhalten aus Fatschenbrunn zu verknüpfen, so Himmelsbach.

Die Nachfragen einiger Teilnehmer nach der Wegführung des Kulturweges und ob landwirtschaftliche Interessen beeinträchtigt werden könnten, konnte Himmelsbach entkräften. Kulturweg-Wanderer sind für ihre Umwelt aufgeschlossen und interessiert am dörflichen Umfeld, wie andere Projekte gezeigt haben. Eine berechtigte Frage war die Verpflegung von Wanderern in Fatschenbrunn. Hier gelte es, Anfragen anzunehmen und mit Voranmeldung zu arbeiten, da keine dauernd geöffnete Gaststätte vor Ort zur Verfügung steht.

Welche Themen dann in dem Kulturweg letztlich dargestellt werden, zeigt sich jedoch erst im Laufe der Zeit. Die Basis bildet ein konzipierter Lehrpfad, der nun modifiziert werden soll.

Dazu wird am 6. Juli ein offenes Arbeitskreistreffen stattfinden, in dem jeder sein Wissen in eine große Sammlung einbringen kann. Himmelsbach sieht z.B. mit den “Hutzeln” ein Fatschenbrunner Highlight, das biologisch hergestellt wird, dessen Herkunft bekannt und das darüber hinaus sehr gesund ist – also ein Produkt, das genau in unsere Zeit passt. Der Beginn ist um 19.30 Uhr. Auch zu dieser Veranstaltung sind natürlich alle Bürger herzlich willkommen.

Weitere Informationen zu dem Projekt und zur Arbeit der Allianz auch unter www.lebensregionplus.de

Als Ansprechpartnerin der Allianz steht die Allianzmanagerin Frau Schmidt unter der Tel.: 09554-922117  oder per Mail info@ile-hassberge.de  zur Verfügung.